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Where should I go next ? Part 1: Übergang zur Sekundarschule

Auch in Luxemburg wird sich seit Jahren, insbesondere seit der Abschaffung des sogenanten Aufnahmeexamens (dem einige heute immer noch nachtrauern) mit den Übergang von der Grund- zur Sekundarschule beschäftigt.

Je nach Grosswetterlage schwenkt das Pendel mal mehr, mal weniger in Richtung des Mitspracherechts von Eltern in diesem wichtigen Prozess, von dem eigentlichen Adressaten, dem real existierenden Schüler, ganz zu schweigen. Um nun zu einer ausgewogenen Entscheidungsprozedur zu kommen, sollte man die unterschiedlichen Standpunkte auf ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen analysieren und nicht die eigene Erfahrung (die die Meisten entweder als Schüler respektive als Eltern hatten) als Messlatte nehmen.

Hier nun einige Links zu rezenter Publikationen in dieser Thematik :

Deutschland

  • Gleich und gleich gesellt sich gern, eine Studie der Bertelsmannstiftung zur Schulwahlverfahren in NRW
    • Zum Schuljahr 2008/2009 wurden in NRW die verbindlichen Grundschulbezirke aufgehoben. Eltern können seitdem im Rahmen der Schulkapazitäten die Grundschule für ihr Kind frei wählen.
    • Unter anderem wurde hier sozial und ethnisch selektives Wahlverhalten beobachtet , das in der Konsequenz zu einer Verstärkung der sozialen und ethnischen Schulsegregation führte.
    • Ist die zuständige Gemeinschaftsgrundschule sozial benachteiligt, wird diese Schule von Eltern mit hoher oder mittlerer Bildung gemieden.
    • Die damit einhergehende Schulsegregation mindert den Lernerfolg von benachteiligten Schülerinnen und Schülern.
    • Es wird vorgeschlagen die schulpolitischen Weichen so zu stellen werden, um eine unterschiedliche Ressourcenverteilung zu begründen und durchzuführen. Über einen Sozialindex könnten benachteiligte Schulen besser mit überzeugenden pädagogischen Konzepten, entsprechenden Ressourcen und guten Lehrern ausgestatten werden, damit diese Schulen so gut werden, das ihre Qualität auch bildungsaffine Eltern überzeugt.
  • Schulsegregation messen :

Schulen unterscheiden sich stark hinsichtlich der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft.  Diese ungleiche Zusammensetzung kann mithilfe eines Sozialindexes auf eine einzelne Kennziffer gebracht werden, die transparent abbildet, wie stark Schulen sozial privile- giert oder benachteiligt sind. Sozialindizes werden bislang verwendet, um Ergebnisse von Leistungstests fair zu vergleichen oder um die Schulentwicklungsplanung zu quantifizieren  Sie sind darüber hinaus geeignet, Ressourcen wie Lehrerstellen, Lernmittel, Verwaltungsstellen oder die Schulsozialarbeit auf Einzelschulebene oder auf Schulamtsbezirksebene zu steuern.

Luxemburg

Bildungsbericht Luxemburg 2015 : Analysen und Befunde :  In Kapitel 6 (Seiten 57 – 62) werden folgende Themen aus der Luxemburger Perspektive behandelt.

  • Das erste Thema betrifft die Frage, welche Schülerinformationen luxemburgische Lehrkräfte für die Übergangsentscheidung nutzen.
  • Zum Zweiten wird der Frage nachgegangen, wie durchlässig das Schulsystem in der Sekundarstufe bis einschließlich der 9. Klasse ist.
  • Beim dritten Thema wird untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen die Qualität der Übergangsentscheidung erhöht werden kann.

France 

  •  L’orientation scolaire : un rapport du Haut Conseil de l’Education  qui montre qu’il y a des difficultés communes dans tous les pays européens :

Les élèves ont une connaissance limitée des débouchés professionnels et des métiers ; les services qui s’occupent d’orientation sont mal coordonnés ; leurs personnels ont une formation insuffisante ou fragmentaire ; la population accède inégalement à ces services, en particulier à l’âge adulte ; les jeunes sont trop nombreux à quitter prématurément l’École.

Le terme “orientation” recouvre deux activités que la langue anglaise distingue : le processus qui répartit les élèves dans différentes voies de formation, filières et options (“students distribution”) ; l’aide aux individus dans le choix de leur avenir scolaire et professionnel (“vocational guidance”, “school and career counseling”). Le  rapport traite de ces deux activités et se concentre sur l’orientation dans le secondaire.

Belgique

L’orientation, couplée à la sélection, s’effectue le plus souvent sur un mode informel, même s’il existe des organismes publics et privés chargés d’apporter leur aide en ce domaine.

Dans de nombreux cas, dont la situation la plus dramatique prend place au début de l’enseignement secondaire, orientation et sélection se confondent à travers les avis des conseils de classe, baptisés « attestations d’orientation ». Dans les faits, ces attestations se résument dans leur grande majorité, à des « bons à poursuivre dans la filière générale » ou des invitations à quitter cette « voie royale » pour gagner des filières techniques et professionnelles actuellement beaucoup moins valorisées.